Genussbouldern statt Leistungsdruck

Oh Man! In den letzten Monaten habe ich immer wieder an einem strukturierten Trainingsplan herumgedoktert und mir mächtig Stress gemacht, meine Bouldern Leistung auf ein neues Niveau zu heben. Puuh! Wie öde… Bouldern hatte mir gar keinen richtigen Spaß mehr gemacht. Immer ging es nur darum wie viele Situps, Züge am Campusboard in welcher Kombination und welche „neuen Farben“ in der Halle gehen oder eben nicht gehen….

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So mache ich das definitiv nie wieder in meinem Leben! Aktuell steht nur noch eins auf der Agenda: Genussbouldern. Einfach so bouldern gehen, Farben bewusst außen vor lassen und sich selber in der Halle eigene Routen definieren. Welche Bewegungsprobleme willst Du jetzt lösen? Welche coolen Moves siehst Du und nur Du an der Wand? Die staunenden Blicke der „Farbenjunkies“ wenn man seine ganz eigene Route durchklettert?! Herrlich … zur Nachahmung dringend empfohlen!

In eigener Sache: Diesmal werde ich nicht aufhören…

Wie oft hatte ich schon den Plan gefasst mal etwas regelmäßiger über das Bouldern zu schreiben, den Sport der mich trotz permanenter Mittelmäßigkeit seit Jahren in den Bann zieht?! Wie oft hatte ich schon angefangen und dann doch wieder alles vernachlässigt? Wie oft habe ich spannende Projekte an die Prokrastination und damit letztendlich an Spiegel Online verloren?

Never stop bouldern
Credits: http://siickkboyy.tumblr.com/post/110794240758

Aber dieses mal werde ich nicht aufhören, ich werde es immer weiter machen: dieses Blog schreiben. Über Bouldern, über das Bouldern-Training, über die Philosophie des Bouldern, über den Flow beim Bouldern, über die besten Sends, die härtesten Züge, die größten Niederlagen – und vielleicht lerne ich so auch noch etwas über das Leben allgemein…

Euch liebe Leser möchte ich gerne einladen mir zu folgen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht als allererstes nur für Euch schreibe – eher so für mich und ich würde mich riesig freuen, wenn es auch anderen Spaß macht das zu lesen.

Deswegen schon mal ein großes Sorry für das Rumspringen in den Themen, die teilweise wahrscheinlich nicht besonders fundierten Trainingstipps… hier schreibe ich über MEINE Faszination des Boulderns – und bei dieser begeistert mich jeden Tag aufs neue etwas anderes.

Es ist nicht (immer) wichtig einen Plan zu haben, manchmal ist es auch einfach nur wichtig, überhaupt ZU MACHEN.

Lasst uns MACHEN!!

Plastik Kids vs. Faszination Felsbouldern – oder: I am dreaming of Bleau…

I am dreaming of Bleau…. die Wälder mit ihren Felsblöcken rund um Fontainebleau sind einfach magisch. Gerade erst wieder dran gedacht – und eigentlich müsste doch der nächste Trip z.B. rund um Pfingsten angegangen werden. Anyway immer wieder faszinierend die Unterschiede zwischen Halle und Fels zu erleben. Gerade noch „eine neue Farbe“ erschlossen in der Halle und dann am Fels beim „Aufwärmboulder“ 2-3 Grade unter dem Hallenniveau immer wieder scheitern! Herrlich…. der Fels lehrt einen einfach ein wenig mehr Demut.

Dreht es beim nächsten Mal positiv für Euch um: „Draußen“ kann man einfach noch viel befreiter sich einfach die Linien suchen, die einen reizen. Vergeßt die Grade und bouldert einfach…

Bouldern in Bleau
Bouldern in Bleau

Viele fragen sich jetzt vielleicht: warum überhaupt draußen bouldern?

Alles voll mit Zecken, Mückenstiche nachts im Zelt, die Bedingungen sind immer falsch.. entweder ist es zu heiß oder es friert einen. Boulderhallen sind dagegen klimatisiert, es läuft motivierende Musik und man kommt auch viel bequemer hin. Ein bisschen wie allgemein im Leben geht es auch genau darum: Drinnen konsumiere ich, dass was mir der Routenbauer vorgesetzt hat – draußen hängt es vor allem an mir und meiner Einstellung zur unverrückbaren Natur, ob es rockt oder eben nicht.

Draußen kann man außerdem einfach komplett neue Varianten ausbouldern, keine feste Griff- und Trittfolge vorgegeben durch Farben… dazu einmal mehr im nächsten Post.

Und jetzt einfach das echte Bleau-Bild anschauen und träumen…