100% Projektieren beim Bouldern

Kennt Ihr das auch? Da ertappt man sich, dass man immer wieder die schon durchstiegenen Boulder-Routen wiederholt und viel zu wenig Fleiß investiert in das Projektieren neuer Moves.

Mir ist das die letzten Tagen wieder sehr bewusst geworden und etwas über das ich mich ärgere. Besser werde ich nur, wenn ich immer mal wieder am Leistungslimit bouldere. Die Frustration ist halt auch wahnsinnig groß an Routen zu packen, bei denen man direkt am Startgriff immer wieder rausfällt. Sich Zug für Zug, Tritt für Tritt, Go für Go weiter hocharbeiten … im wahrsten Sinne des Wortes … ermüdet den Muskel Willenskraft doch massiv.

Daher habe ich mir in meinem persönlichen Trainingsplan geschrieben:

  • 3x die Woche regelmäßig Bouldern gehen (vorher kann man eh nicht von echtem Training sprechen)
  • Mind. 2 von diesen Boulder-Sessions haben einen Projektierungsanteil von neuen Routen von mind. zwei Drittel der aktiven Zeit an der Wand
  • 1x die Woche mindestens on top eine „Session nur am Holz“ (gleich Fingerboard); dieses aber wenn möglich auch immer sonst in die Sessions integrieren

Mal sehen wie sich das anlässt … ich berichte hier natürlich gerne weiter über meine Erfahrungen. Wie motiviert Ihr Euch zum regelmäßigen Projektieren?

Blogtipp: Klettertraining.de

Jeder der sich tiefer mit der Trainingsplanung beim Bouldern und Klettern auseinandersetzt, stößt früher oder später auf DAS Standardwerk für wissenschaftlich fundiertes Klettertraining: Peak Performance von Dr. Guido Köstermeyer. Mittlerweile ist die aktuelle Ausgabe mal wieder ausverkauft und die 8. Auflage angekündigt.

Neben dem Buch bloggt Guido auch ab und an auf der Seite Klettertraining.de Durch die diversen Projekte lag das Blog ein wenig im Dornröschenschlaf seit 2015. In den letzten Wochen finden sich aber wieder einige spannende Artikel, z.B. diese Top-Serie von Körperspannungsübungen. Meine ganz klare Blog- und Leseempfehlung!

klettertraining

Aber auch einige ältere Artikel sind lesenswert, wie der über die Bedeutung der Fingerkraft für den Erfolg beim Bouldern: „Über 50% der Leistungsunterschiede der Boulderer wurden durch die Fingermaximalkraft erklärt.“

Die Fingerkraft lässt sich idealweise mit Hangboards trainieren. Wer darüber mehr erfahren will, kann gerne auch mal die Griffbrett-Einkaufsberatung und die Trainingsempfehlungen für einsteigerfreundliches Fingerboard-Training durchlesen.

Bouldern im Odenwald

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang. So langsam kann man sich wieder Gedanken darüber machen, wann und wo man das erste Mal in diesem Jahr draußen Bouldern geht. Für mich ganz oben auf der Liste stehen dieses Jahr die Nah-Ziele wie Kalmit oder eben der Odenwald.

Allgemein lässt sich feststellen, dass der Odenwald was das Bouldern angeht, eher zu den Wieder-Entdeckungen zählt. Es entstehen mehr und mehr Campingplätze in der Region, gerade im nördlichen Odenwald finden sich zahlreiche Gebiete mit Bouldern-Problemen.

Mich erinnert der Odenwald immer sehr an das Bouldern in Bleau. Der Granit im Odenwald kann an einigen Stellen durchaus mithalten.

Im Bouldergebiet Felsenmeer findet man alles, was das das Gebiet an Klassikern zu bieten hat. Platten wie in Bleau, Kanten wie im Tessin und das alles in sehr großer Auswahl – und auch ein paar Highballs.

Auch in der Blogosphäre finden sich einige gute Zusammenfassungen spannender Spots zum Bouldern im Odenwald. Der absolute Top-Tipp ist und bleibt aber der Buch-Guide „Bouldern Odenwald“ von Sascha Jung.

#NextLevelBouldering – Hangboard Trainingsplan

In einer meiner letzten Blog-Posts habe auch ich die Beastmaker App empfohlen… was soll ich sagen: Ralfi spricht mir total aus dem Herzen – auch ich musste total gefrustet aufgeben, selbst das einfachste Level ist nicht vollständig machbar…. daher werde ich es auch mit Ralfi’s Methode probieren (Einschätzung folgt) – Danke auf jeden Fall an dieser Stelle

Ralfi's ordinary life

Hangboard Zettel

Training am Hangboard garantiert Fingerkraft pur. Egal was Du verbessern willst, für Sloper, Leisten und Löcher ist das Hangboard Mittel der Wahl.

Aber aller Anfang ist schwer und am Hangboard kann man schier verzweifeln. Im Winter vor zwei Jahren hatte mir Marc aus der Boulderwelt Frankfurt die Beastmaker App empfohlen. Zwei Euro für die App sind gut investiertes Geld für meine Fingerkraft, dachte ich mir. Leider kam es anders als erwartet.

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Hangboard Einkaufsberatung

Diese Woche steht ja ganz unter dem Thema des Trainingsgeräts Fingerboard (manchmal auch Griffbrett oder Hangboard genannt). In diesem Artikel will ich mich ein wenig damit auseinandersetzen, auf welche Kriterien man achten kann , wenn man sich ein Hangboard kaufen möchte. Der konkrete Test verschiedener Fabrikate von Griffbrettern folgt dann bald.

Das Grundprinzip des Fingerboard-Trainings ist das statische Hängen an einzelnen Griffen bzw. in Griffkombinationen. Das ist zugleich auf Dauer auch sehr eintönig und verlangt für das regelmäßige Üben doch recht viel Selbstdisziplin. Deswegen gibt es allerlei Hangboards, die das Training mit Apps oder anderen Gimmicks versuchen aufzupeppen. Ansonsten kann man sich damit motivieren, dass der Zugewinn an Fingerkraft, die wiederum für erfolgreiches Bouldern essentiell ist, bei dem Griffbrett Training sehr hoch ist. Man wird schon nach kurzer Zeit ein deutliches Leistungsplus erleben.

Hangboard Hersteller liefert Trainingsprogramm gleich mit 

Da übertriebenes oder unsachgemäßes Hangboard Training sehr verletzungsanfällig ist, empfehle ich vor allem solche Hersteller auszusuchen, die mit dem Fingerboard auch direkt ein passendes Trainingsprogramm empfehlen bzw. beilegen. So weiß man nicht nur, wie man das Training aufbauen sollte, sondern kann auch seinen Fortschritt dokumentieren. Dies zahlt wiederum positiv auf die dringend nötige Motivation ein. Alternativ sollte die Website zum Hangboard mit hilfreichen Texten und Videos aufwarten, so wie zum Beispiel die vom Fingerschinder.

Zugehörige App ist ein Plus 

Klar, mag mancher einwenden, warum unbedingt schon wieder eine App?! Nun, bei jedem Hangboard Training geht es darum eine bestimmte Zeit an Griffen zu hängen und danach eine Zeit zu entlasten und dann wieder von vorne. Bei diesem repetitiven Training hilft eine App mit Timerfunktion ungemein.

Leisten, Sloper, Löcher und Henkel als Griffe bieten viel Abwechslung am Fingerboard 

Das Griffbrett sollte mindestens 20 verschiedene Griffe bieten, davon sollten alle fürs Bouldern relevanten Griffarten vorhanden sein: Leisten, Löcher, Sloper / Aufleger, Henkel. Gerade die Henkel sind dann wichtig, wenn man das Trainingsboard sinnvollerweise auch als Klimmzugstangenersatz einsetzen will. Zum Beispiel das beliebte Hangbaord Beastmaker bietet diese Möglichkeit leider nicht.

Holz schlägt Plastik

Gerade Boulderer sind ja immer auch Plastik-Kids, da sie de facto 80% ihrer Zeit an eben solchen Plastikgriffen in Boulderhallen herumhängen. Auf der anderen Seite ist der Grip an einem echten Holz-Fingerboard doch um Welten besser und das gerade auch, wenn die Hand schwitzig wird.

Bouldern braucht kein Trainingsgerät für mehr als 200 EUR 

Bei vielen Holzkonstruktionen wackelt man schon mit den Ohren wie viel diese kosten sollen. Handwerk made in Germany hin oder her, kein Board sollte meiner Meinung nach mehr als 200 EUR kosten, denn das ist doch das Schöne am Bouldern: um’s Geld und das vermeintliche leichteste Equipment etc. geht es ja nun mal wohl gar nicht.

(Photo via)

 

Boomsport Bouldern

Bouldern ist mittlerweile zu einem absoluten Trendsport geworden. Im Folgenden mal ein paar Zahlen aus der Sportklettern-Szene, die Bouldern-Zahlen dürften diese noch übertreffen:

  • In Europa gibt es ca. 2 Millionen Sportkletterer
  • In Deutschland sind es 350.000
  • Mitt der 90er Jahre lag die Zahl noch bei 70.000
  • Vor allem junge Menschen und Großstädter zwischen 25 und 35 Jahren gehen in der Halle klettern